Für Tierfreunde im besten Alter

Blattläuse sind echte Athleten: Hochleistungs-Springer im eigenen Garten

Kleine grüne Blattläuse sind nicht gerade beliebt bei Gartenfreunden. Wer sie entdeckt, der ärgert sich zumeist und überlegt, wie er seine Pflanzen wieder davon befreien kann. Rosenblätter beispielsweise rollen sich unter Blattlausbefall zusammen und sehen nicht mehr schön aus. Bei einem Besatz auf den Blütenknospen kann es sogar so weit kommen, dass sich die Blüte gar nicht mehr entfalten kann.

Sportliche Blattläuse (c) by_bbroianigo_pixelio.de

Sportliche Blattläuse (c) by_bbroianigo_pixelio.de

PETA hat sich Blattläuse einmal genauer betrachtet und dabei ganz Erstaunliches festgestellt:

Es gibt Blattläuse, die sich bei Gefahr durch Fressfeinde von ihrem sicheren Blatt aus in die Tiefe stürzen und dabei auf den Füßen landen. Das ist sehr erstaunlich, da der Schwerpunkt der Tiere an sich dafür spricht, dass diese auf dem Rücken landen müssten.

Die Blattläuse – es handelt sich hierbei in wissenschaftlichen Untersuchungen um die Gattung der „Erbenläuse“ – drehen sich in der Luft in die richtige Position. Die Tiere beeinflussen ihre Körperrotation, indem sie eine spezielle Haltung einnehmen und in dieser bleiben, bis sie gelandet sind. Forscher schreiben im israelischen Fachmagazin „Current Biology“, dass die Läuse ihre Fühler nach vorne und zugleich nach oben strecken. Gleichzeitig werden die Beine nach unten und über die Längsseite des Körpers ausgestreckt.

Mit dieser beeindruckenden Technik schaffen es die meisten Blattläuse, auf einem anderen Blatt zu landen und sich mit ihren klebrigen Füßen dort festzuhalten. Diese Strategie rettet sie vor dem Sterben. Denn würden sie bei Gefahr sitzen bleiben, wäre das ein sicheres Lebensende. Würden sie in falscher Körperposition springen oder sogar auf dem Boden landen, würden sie verhungern und austrocknen.

Beeindruckend, wie die Natur die Blattläuse mit dieser grandiosen Sprungtechnik ausgestattet hat. Wer sich also über die kleinen Tiere ärgert, der sollte nicht vergessen, was für ein toller Sportler die ein oder andere Blattlaus doch ist.

PETA empfiehlt Gartenpflanzen, die durch Blattläuse Schaden nehmen, mit Brennnessel-Sud einzusprühen oder Marienkäfer in die Nähe der Pflanzen zu locken. Diese leben bevorzugt an sonnigen Plätzen mit abwechslungsreicher Fauna. Marienkäfer und ihre Larven ernähren sich gerne von den Blattsaugern. Pro Tag und Tier werden ca. 50 Blattläuse vertilgt, das macht viele Tausende im Leben eines Marienkäfers.

Hätten Sie es gewusst? Wegen seiner Nützlichkeit für die Landwirtschaft hielten die Bauern den Marienkäfer für ein Glückssymbol und ein Geschenk der Jungfrau Maria, nach der sie die hübschen Käfer benannten.

Weitere Informationen über tierfreundliche Gartenpflege finden Sie hier:

http://www.peta.de/web/mitfuehlende.1708.html

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen