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Bitte nicht! Tiergarten Nürnberg plant neue Elefantenanlage

Bitte nicht! Tiergarten Nürnberg plant neue Elefantenanlage

Tiergarten Nürnberg plant 50 Millionen Euro teure Elefantenanlage: PETA kritisiert das Vorhaben des Zoos scharf.

Bitte nicht! Tiergarten Nürnberg plant neue Elefantenanlage: Nachdem die Elefantenhaltung im Tiergarten Nürnberg 2008 aufgegeben wurde, plant der Zoo nun offenbar ein neues Elefantengehege. Dazu stellt Direktor Dag Encke heute dem Kulturausschuss der Stadt Nürnberg Pläne für eine 50 Millionen Euro teure Anlage vor – finanziert durch öffentliche und damit Steuergelder.

PETA Deutschland e.V. übt nun scharfe Kritik an dem Vorhaben: Schon die bereits existierenden Tierhaltungen im Zoo Nürnberg entsprechen oft nicht den aktuellen behördlichen Mindestanforderungen, wie ein Bericht des Zoos für den Kulturausschuss offen legte. Die neuen Richtlinien wurden im Mai 2014 vom Bundeslandwirtschaftsministerium anstelle der fast 20 Jahre alten Standards veröffentlicht. Nach Auffassung der Tierrechtsorganisation müssen unverzüglich alle Anstrengungen unternommen werden, bestehende Gehege entsprechend anzupassen, bevor über Neuinvestitionen nachgedacht wird.

PETA fordert den Kulturausschuss außerdem dazu auf, einer neuen Elefantenanlage grundsätzlich nicht zuzustimmen. Denn die Haltung der sensiblen Rüsseltiere wird in weiten Teilen der Gesellschaft aufgrund systembedingter Verhaltensstörungen der Tiere, einer niedrigen Lebenserwartung sowie der hohen Zahl gefährlicher Unfälle zunehmend kritisch betrachtet.

Der Experte zum Thema

„Die Pläne von Zoodirektor Encke grenzen an Größenwahn“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V. „Mit 50 Millionen Euro könnten in Afrika und Asien Tausende Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum effizient geschützt werden. Es wäre ein Rückschlag für den Artenschutz, einen so hohen Betrag für die Haltung einiger weniger Tiere auszugeben.“

Interessant zu Wissen!

Einer wissenschaftlichen Studie zufolge [1] beträgt die durchschnittliche Lebensdauer Afrikanischer Elefanten in Zoos 17 Jahre – in der Natur hingegen sind es durchschnittlich 54 Jahre, in denen die Tiere große Reviere besiedeln und bis zu 80 Kilometer am Tag wandern. In Gefangenschaft können die äußerst sozialen und intelligenten Wildtiere ihrem Bewegungsdrang nicht nachkommen und leiden unter Langeweile und Frustration, die ihren Alltag prägen. Viele Elefanten entwickeln in Zoos Verhaltensstörungen, beispielsweise das monotone Hin- und Herschaukeln (Weben) oder Krankheiten wie Tuberkulose, Herpes, Fußerkrankungen und Übergewicht. Dagegen konnte bisher kein Elefant aus einem europäischen Zoo wieder ausgewildert werden. PETA fordert ein Nachzucht- und Importverbot für die Dickhäuter in Zoos, um die Haltung mittelfristig auslaufen zu lassen.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keine Zoos. Auch nicht mit Kindern, junge Menschen können in diesen Tier-Gefängnissen nichts über Tiere lernen – auch kein Mitgefühl.

[1] Clubb R., Moss C. et al (2008): Compromised Survivorship in Zoo Elephants., Science 12 December 2008: 1649.

Weitere Informationen

PETA.de/ZooElefanten

PETA.de/ZooIrrtümer

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