Für Tierfreunde im besten Alter

Bitte keine Martinsgans!

Bitte keine Martinsgans!

Fragwürdiges Traditionsessen: Jedes Jahr werden anlässlich des St. Martinstages am 11. November unzählige sogenannte „Martinsgänse“ verzehrt.

Am 11. November jeden Jahres gedenken wir dem Heiligen Martin von Tours. Noch immer wird der Martinstag, der uns an seine barmherzigen Taten erinnern soll, auf Kosten zahlreicher unschuldiger Lebewesen gefeiert. Die „Martinsgans“ gehört an diesem Tag für viele Menschen auf den Festtagstisch. Warum wir den Tod unserer Mitgeschöpfe nicht verantworten können und weshalb Sie kein Gänsefleisch mehr essen sollten, lesen Sie hier.

Die Legenden von Sankt Martin berichten von seiner beispielhaften Güte und Barmherzigkeit: Er versorgte die Kranken, half den Armen und stand Hungernden und Bedürftigen zur Seite. Er gilt bis heute als Vorbild christlicher Nächstenliebe. Die wohl bekannteste Legende erzählt von der Begegnung mit einem unbekleideten Bettler. Aus Sorge, dass der Mann erfrieren könnte, schenkte Sankt Martin ihm die Hälfte seines Mantels. In der darauffolgenden Nacht begegnete ihm Jesus im Traum. Gekleidet in der Hälfte des Mantels, die Martin dem Bettler gegeben hatte, sagte Jesus die Worte, die er einst seinen Jüngern verkündete: „Was immer ihr einem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.” (Mt 25,40).

Wissenswertes über Gänse und ihr Leiden
Gänse gehören nicht auf den Teller. Foto: (c) frei

Gänse gehören nicht auf den Teller. Foto: (c) frei

Etwa zehn Millionen Gänse werden jährlich in der Zeit zwischen dem Martinstag und Weihnachten getötet. Der Großteil des auf dem deutschen Markt erhältlichen Gänsefleischs stammt aus Polen oder Ungarn, wo die Tiere zudem meist lebendig gerupft und für die Produktion von Stopfleber zwangsernährt werden. Obwohl die Foie-gras-Herstellung in Deutschland gesetzlich verboten ist, werden jedes Jahr über 300 Tonnen Stopfleber aus anderen Ländern – insbesondere aus Frankreich – importiert, da dies nicht geahndet werden kann

Gänse sind liebenswürdige und intelligente Wesen. Sie bleiben ihren Gänsepartnern bis zum Tod treu. Der Verhaltensforscher Prof. Dr. Konrad Lorenz sieht bei Gänsen viele Parallelen zum Menschen, denn auch Gänse fühlen zum Beispiel Trauer, wenn der Partner verstirbt. Die intelligenten Vögel werden in Deutschland jedoch nicht nur am St. Martinstag gegessen: Ganzjährig werden sie – überwiegend in Frankreich –  für die Produktion der sogenannten Foie gras (Stopfleber) zwangsernährt. Allein im Jahr 2012 wurden rund 50 Tonnen Gänse-Stopfleber aus Frankreich, Ungarn und den Niederlanden in die Bundesrepublik importiert. Umgerechnet entspricht dies circa 53.000 Gänsen. Aber auch Enten müssen für ihre Leber sterben: 30 Tonnen, also etwa 49.000 Enten, wurden gestopft und geschlachtet – und dies obgleich das Stopfen in Deutschland verboten ist.

Es ist schockierend, dass trotz des Verbots der Zwangsfütterung von Gänsen und Enten in Deutschland dennoch jedes Jahr über 100.000 Gänse und Enten für den deutschen Konsum sterben müssen.

PETA kämpft für die Rechte von Gänsen!

PETAs Petition für ein Verkaufsverbot von Stopfleber hat bislang mehr als 85.000 Unterschriften gesammelt. Immer mehr Restaurants nehmen auf PETAs Bitte hin das Produkt von der Speisekarte, so zum Beispiel auch das Restaurant Rosin’s des bekannten Fernseh- und Sternekochs Frank Rosin. Auch zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter James Bond-Legende Sir Roger Moore, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Oscarpreisträgerin Kate Winslet, Model Tamara Ecclestone, Autorin Charlotte Link oder Gastronomieberaterin Eva Miriam Gerstner.

Sir Roger Moore bringt es auf den Punkt: „In einer zivilisierten Gesellschaft sollte kein Lebewesen diesen extremen Qualen ausgesetzt sein“.

Daher appeliert PETA an die Menschen: Bitte essen Sie keine Gänse und auch keine Stopfleber!

Wer sich für christliche Themen im Bezug auf Tierrechte interessiert, der findet hier zahlreiche Informationen und Gedankenansätze.

Köstliche vegane Rezepte entdecken

PETA50plus.de/themen/rezepte

Weitere Informationen

PETA.de/Martinstag

Stopfleber.Info

PETA.de/Stopfleberrecherche2012

 

 

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