Für Tierfreunde im besten Alter

Bitte kein Wildfleisch verzehren

Bitte kein Wildfleisch verzehren

Wildfleisch – nein danke!

Manch einer mag denken, das Wildfleisch ein Produkt mit „gutem Gewissen“ ist. Leider müssen wir dies entkräften, denn Wildfleisch ist nicht gesund und verursacht sehr viel Tierleid.
PETA50Plus hat die sechs wichtigsten Gründe gegen Wildfleisch zusammengefasst.
Reh, Hirsch und Wildschein wollen leben!

1. Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen
Rehe, Wildschweine & Co sind fühlende Lebewesen, die ihre Kinder liebevoll großziehen, soziale Kontakte pflegen und Leid sowie Schmerz empfinden. Im Rahmen einer Freizeitbeschäftigung werden jedes Jahr Millionen von ihnen von Jägern verfolgt und getötet. Wildtiere sind ein Teil unserer Natur und haben ein Recht auf Leben und Unversehrtheit.

2. Die Jagd schadet der Natur
Wildtierpopulationen regulieren sich durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit und Krankheiten selbst [1]. Jagdliche Aktivitäten hingegen zerstören diese natürlichen Regulationsmechanismen. Im Zuge der „Hege“ werden Rehe und Wildschweine gefüttert und Nahrungsengpässe somit überbrückt, um anschließend möglichst viele Tiere töten zu können.

3. Der Verzehr von Wildfleisch birgt Gefahren für die Gesundheit
Immer wieder weisen unabhängige und staatliche Institute auf gesundheitsgefährdende Substanzen oder Keime in sogenanntem Wildbret hin. Ein hoher Gehalt an Dauergiften (z. B. Dioxinen und polychlorierten Biphenylen (PCB)), hohe Bleirückstände durch die Jagdmunition, ein erhöhter Keimgehalt durch Stress während der Jagd, mangelhafte Hygiene bei der Verarbeitung des Wildbrets sowie radioaktive Belastung durch die Folgen der Tschernobylkatastrophe werden in diesem Zusammenhang am häufigsten genannt. [2] [3] [4] [5]

 

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4. Die Jagd ist grausam
Rehe, Hirsche und Wildschweine werden bei Treib- und Drückjagden in Todesangst versetzt und vor die Flinte der Schützen getrieben oder heimtückisch aus dem Hinterhalt attackiert. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. sterben, vor allem bei Drückjagden, bis zu 70 Prozent der Wildtiere nicht sofort [6]. Mit zerschossenen Knochen und blutigen Wunden flüchten sie und sterben einen schmerzhaften Tod.

5. Wildfleisch stammt oft aus Wildgattern
Deutschland gehört mit dem Import Tausender Tonnen jährlich zu den weltweit größten Abnehmern neuseeländischer Hirsche, die zur Fleischproduktion in Gattern gehalten werden [7]. Nur etwa die Hälfte des Wildfleisches kommt tatsächlich aus der Region [8]. Dabei stammt das Wildfleisch – oder Wildbret genannt – auch hierzulande zunehmend aus Wildgattern. Auf Verpackungen im Supermarkt oder Speisekarten in Restaurants ist die Herkunft häufig nicht sofort ersichtlich.

6. Amtliche Qualitätskontrollen sind keine Pflicht
Jeder Jäger entscheidet selbst, ob er ein Tier für eine „amtliche Fleischuntersuchung“ anmeldet (mit Ausnahme der vorgeschriebenen Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen). Ein weiterer Grund zur Beunruhigung ist neben der unzureichenden Aufklärung der Verbraucher auch die unzulängliche Veröffentlichung von Messergebnissen extrem hoher radioaktiver Belastung, insbesondere von Wildschweinen [9].

Was Sie tun können

Mit einer ausgewogenen veganen Ernährung kann jeder Einzelne gesund leben und Tierleid verhindern. Unser kostenloses und unverbindliches Veganstart-Programm hilft Ihnen dabei. Versuchen Sie es doch gleich mal mit selbstgemachten Gnocchi mit Kräuterseitlingen, Linsenbraten mit Rotkohl und Weckknödeln oder winterlichem Kürbisauflauf.

Quellen:
[1] Reichholf, J. H. (ohne Datum): Die Wahrheit über die Jagd – Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen. SWR BW. (15.05.2014).
[2] Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2007, 2010): Bericht zur Lebensmittelsicherheit. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, 2007, 2010.
[3] Gruber, C. (2012): Belastetes Wildfleisch: Blei im Magen. In: Spiegel Online. Online abrufbar unter: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/blei-im-wildfleisch-wie-giftiges-schwermetall-in-den-magen-kommt-a-872791.html. (17.10.2016).
[4] Bundesinstitut für Risikobewertung (2010): Bleibelastung von Wildbret durch Verwendung von Bleimunition bei der Jagd. Stellungnahme Nr. 040/2011 des BfR vom 03.12.2010.
[5] Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (ohne Datum): Monitoring (diverse). Online abrufbar unter: http://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueberwachung/04_Monitoring/lm_monitoring_node.html. (20.10.2016).
[6] Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (ohne Datum): Tierschutz und Bewegungsjagden.
Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT).
Arbeitskreis Wildtiere und Jagd (AK 6).
[7] Parkin, C. (2015): Was wir essen, wenn wir Hirsch essen. In: Welt N24. Online abrufbar unter: https://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article139749119/Was-wir-essen-wenn-wir-Hirsch-essen.html. (30.09.2016).
[8] Haussmann, D. (2016): Ganz schön wilde Küche. In: Der Teckbote. Online abrufbar unter: http://www.teckbote.de/nachrichten/lenninger-tal_artikel,-Ganz-schoen-wilde-Kueche-_arid,95045.html. (30.09.2016).
[9] Merkur.de (2015): Warnung vor verstrahlten Wildschweinen. Online abrufbar unter: http://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/landkreis/warnung-verstrahlten-wildschweinen-4779796.html. (13.10.2016).

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