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Bilanz 2013: Fünf Tote und 98 Verletzte bei Kutschenunfällen

Bilanz 2013: Fünf Tote und 98 Verletzte bei Kutschenunfällen

Aufgrund der hohen Unfallrate in 2013 fordert PETA mit Nachdruck das Verbot von Pferdekutschfahren durch das Bundesverkehrsministerium.

Eine Fahrt mit der Kutsche klingt für viele Menschen romantisch – doch die Realität sieht anders aus. Für die Pferde bedeutet es ein Leidvolles Leben, denn sie sind Fluchttiere, die für ein glückliches Leben den freien Lauf in gesicherter Umgebung benötigen. Das Eingespanntsein in Trensen, Zuggeschirre und Zügel ist für Pferde alles andere als schön. Hinzukommen Wetterbedingungen – die von extremer Kälte bis hin zu großer Hitze führen können -, Abgase und Lärm für Pferde, die in Großstädten eine Kutsche ziehen sowie viele Arbeitsstunden, die den Pferden aufgrund des hohen Zuggewichtes auf den Rücken gehen und bis hin zu schmerzhaften Verformungen der Skelettstruktur führen können. Zusammenfassend kann man sagen, ein freudvolles Pferdeleben sieht gewiss anders aus. Hinzukommen große Gefahren für Menschen und Pferde, denn bei Kutschfahrten passieren zahlreiche Unfälle, die manchmal sogar tödlich enden.

Ein glückliches Pferd braucht freie Bewegung. Foto: (c) frei

Ein glückliches Pferd braucht freie Bewegung. Foto: (c) frei

Nun veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Pferdekutschen-Unfallstatistik für 2013. Die traurige Bilanz: Nachdem 2012 bereits ein neuer Negativ-Rekord mit 36 Unfällen verzeichnet wurde, kam es 2013 mit 50 Unfällen zu deutlich mehr Unglücken. Dabei starben fünf Menschen, 98 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Zudem kamen sechs Pferde ums Leben. Angesichts der wiederholt tragischen Bilanz hat PETA das Bundesverkehrsministerium in einem Schreiben aufgefordert, ein Verbot von Pferdekutschen im Straßenverkehr zu prüfen. In Rothenburg ob der Tauber wurde 2010 nach einem schweren Pferdekutschenunfall ein Kutschverbot im Innenstadtbereich beschlossen und vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

Die Argumentation der Tierrechtsorganisation: Pferdekutschen passen nicht in den modernen Straßenverkehr, denn die Risiken für die Verkehrsteilnehmer sind überproportional hoch. Pferde sind Fluchttiere, die im Straßenverkehr sehr leicht erschrecken. Bei den 50 Unfällen im letzten Jahr war meist nur ein Geräusch der Auslöser für eine Tragödie. Zum Schutz von Mensch und Tier wird ein Verbot von Pferdekutschen als Beförderungsmittel gefordert.

PETA macht dem Bundesverkehrsministerium gegenüber darauf aufmerksam, dass die schweren Unfälle auch auf fehlende Sicherungsvorrichtungen wie Gurte oder Airbags für den Kutscher und die Fahrgäste zurückzuführen sind. Ebenso ist ein Verbot auch aus Tierschutzgründen notwendig. Die Pferde müssen unter extremen Bedingungen häufig so lange arbeiten, bis sie zusammenbrechen. Eine tiergerechte Lebensweise wird Pferden vor Kutschen verwehrt.

Besonders tragische Fälle 2013: im August raste ein Motorradfahrer im sächsischen Moritzburg in eine Pferdekutsche, woraufhin der Fahrer und zwei Pferde starben. Im westfälischen Werne starben im Mai ein Kutscher und seine beiden Pferde, nachdem sie durchgingen und auf einen PKW prallten. 5 Menschen mussten im Januar nahe Chorin im Krankenhaus behandelt werden, nachdem ein PKW auf einer Bundesstraße auf eine Pferdekutsche auffuhr.

Es ist an der Zeit für ein neues Gesetz – zum Schutz von Menschen und Pferden. Jeder Einzelne kann den Pferden helfen, in dem man keine Kutschfahrten macht. Bitte informieren Sie auch Ihre Familie, Freunde und Bekannte über die Gefahren von Kutschfahrten und über das Leiden der Pferde.

Mehr Informationen finden Sie hier:

PETA.de/negativ-rekord

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