Für Tierfreunde im besten Alter

Barbara Rütting über Tiere und Menschen

Barbara Rütting über Tiere und Menschen

Barbara Rütting ist allen Lesern sicher ein Begriff! Die bekannte Schauspielerin und Bestseller-Autorin engagiert sich seit Jahrzehnten für Menschen, Tiere und Natur. Für PETA50Plus hat sie nun einen Gastartikel geschrieben, den wir stolz präsentieren.

Liebe PETA50Pluser – Innen (und darüber)!

Vermutlich kennen viele von Ihnen das Zitat der Indianer: „Was immer den Tieren geschieht, geschieht bald auch den Menschen“. Andere sagen: „Wenn die Bienen sterben, dann sterben bald auch die Menschen“. Alle Religionen fordern, die Tiere als Mitgeschöpfe zu betrachten und ihnen ein artgerechtes Dasein zu ermöglichen, aber wir hören nicht hin. Wir beuten sie aus, vergiften ihre Lebensräume, töten sie für unsere Nahrung und Kleidung, für die so genannte Forschung mit der Behauptung, Tierversuche dienten dem Wohl der Menschen, testen an ihnen todbringende Waffen, machen sie allein für unser Vergnügen lächerlich in Zirkussen und Stierkämpfen – diese mit ausdrücklicher Genehmigung der Kirchen! –  alles unter dem Motto „machet Euch die Erde untertan.“ Unsere Mutter Erde ist dabei, zu kollabieren, die – menschengemachte – Klimazerstörung schreitet unaufhaltsam voran, täglich werden unvorstellbar große Flächen von Wäldern gerodet , Arten von Pflanzen und Tieren ausgerottet, sind wir selbst kurz vor dem Ersticken aus Mangel an frischer Luft.

Brauchen wir den totalen Kollaps, um endlich zur Vernunft zu kommen? Warum nicht einmal einer anderen Aufforderung Folge leisten, die da lautet: „Hütet und bewahret die Schöpfung“?

Barbara Rütting und ihre Freundin Lola. Foto: (c) Manuela Liebler

Barbara Rütting und ihre Freundin Lola. Foto: (c) Manuela Liebler

Dass es unsere Pflicht ist,  menschliche Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten, ist inzwischen unumstritten. Vor kurzem sind auf einem Schiff 2000 Schafe verhungert und verdurstet – ein Lebendtransport, weil irgendwelche „Gläubigen“ angeblich  nur frisch geschlachtetes Fleisch essen dürfen und das Schiff mit den 2000 Schafen wegen irgendwelcher behördlichen Hürden nirgends die Erlaubnis erhielt, an Land zu gehen, sind diese 2000 Schafe verhungert und verdurstet. Eine knappe DPA-Meldung – da war kein Aufschrei zu hören. Es waren eben nur Tiere. Zuerst sind es nur Tiere, dann sind es die Menschen…

Wie wäre es denn, statt dessen dem Vorschlag eines berühmten Revolutionärs zu folgen, der vor 2000 Jahren gelebt und sinngemäß vorgeschlagen hat, jedes Lebewesen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte! Wir hätten das Paradies auf Erden!

Ich muss mich ändern, nur dann ändert sich die Welt, auch das wissen wir bereits. Warum tun wir es dann nicht, machen den ersten  Schritt? „Was kann ich denn schon machen – die da oben machen ja doch, was sie wollen“ heißt es oft. Das machen die aber nur, weil wir es uns gefallen lassen! Ich möchte Ihnen Mut machen, aufmüpfig zu werden, den Mund aufzumachen gegen Ungerechtigkeiten , ob diese nun den Menschen oder der Natur mit ihren Tieren, Pflanzen und Mineralien  angetan werden. Sie werden belohnt  mit einem ganz neuen Glücksgefühl – dem Wissen, dass Sie ein zwar kleines, aber wichtiges Glied eines großen Ganzen sind, mitverantwortlich für dessen Wohl.  Und dass jede Stimme zählt, nicht nur an der Wahlurne – nichts ist reine Privatsache, selbst mit Messer und Gabel trägt jedeR von uns dazu bei,  ob diese doch so schöne Welt zugrunde geht oder nicht.

Was Viele nicht wissen: männliche Küken werden geschreddert, sprich lebendig zermußt – selbst die von Biohennen, auch den Kühen und Schweinen aus Biohaltung werden ihre Kinder entrissen und geschlachtet. Im Schlachthof ist Schluss mit Bio. Konsequenterweise landet mensch dann beim Vegetarismus und wird, nach einigem Nachdenken, vielleicht sogar Veganer.

So ging es mir. Ich habe über 40 Jahre vegetarisch gelebt, also ohne Produkte vom toten Tier – wohl aber noch mit solchen vom lebenden wie Milchprdukten und Eiern, und dachte, das genügt. Bis ich fühlte, es genügt  nicht.  Seit einigen Jahren lebe ich nun vegan wie sehr viele andere Zeitgenossen und möchte Sie ermuntern, sich diesem Trend anzuschließen, es einfach mal auszuprobieren. Ich kann Ihnen versichern: das Glücksgefühl, nicht länger am Leiden und Sterben von Tieren mitschuldig zu sein, wiegt jeden so genannten Verzicht auf.

Was also kann jedeR Einzelne tun? Hier nur einige Anregungen unter dem Gesichtspunkt „Das Wohl von Mensch, Tier und Umwelt ist untrennbar“ :

  • Zur Wahl gehen – wir haben uns das Wahlrecht so mühsam erkämpft!
  • Sich in Initiativen zusammentun, Unterschriften sammeln, an Ständen auf dem Marktplatz über Mißstände informieren, Leserbriefe an Zeitungen schreiben, den Abgeordneten in Ihrer Umgebung Ihre Forderungen übermitteln
  • Das Internet nutzen, Petitionen schreiben, selbst eine Petition einbringen! Was gerade Petitionen im Internet erreichen, sei hier an zwei Beispielen aus der jüngsten Vergangenheit gezeigt. Daniela Böhm, eine Tochter von Karlheinz Böhm, brachte eine Petition gegen die katastrophalen  Zustände im Münchener Schlachthof ein, während PETA Deutschland parallel dazu Strafanzeigen erstattete, woraufhin sogar die Süddeutsche Zeitung berichtete und die Justiz inzwischen ermittelt.

Die Musiklehrerin Marianne Grimmenstein startete eine Petition gegen das Freihandelsabkommen CETA und erreichte innerhalb von 3 Tagen 171.000 Unterschriften.

Sie sehen, es lohnt sich, Vereine und Petitionen zu unterstützen, die sich den oben genannten Zielen widmen – auch durch Mitarbeit oder/und Spenden. Nur gemeinsam sind wir stark!

Und last, but not least liebe PETA50PluserInnen: zu den Vereinen, die Ihre Unterstützung in hohem Maße verdienen, gehört natürlich PETA. PETA macht unermüdlich auf Mißstände aufmerksam und hat bereits mit Undercover-Beiträgen viel erreicht. Zur Zeit geht es gerade um das Schreddern von männlichen Küken.

Also lasst uns weiterhin das berühmte Apfelbäumchen pflanzen, selbst wenn morgen die Welt unterginge – in der festen Hoffnung, dass sie dann eben doch  nicht untergehen wird!

Wir danken Barbara Rütting für diesen Artikel!

Mehr Informationen

barbara-ruetting.de

 

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