Für Tierfreunde im besten Alter

4,2 Millionen Wildtiere von Jägern getötet

4,2 Millionen Wildtiere von Jägern getötet

Die aktuelle Statistik des Deutschen Jagdverbands eröffnet schockierende Zahöen : Bundesweit wurden 4,2 Millionen Wildtiere im Jagdjahr 2015/ 2016 getötet

Nein, Sie haben sich nicht verlesen – leider! Der Deutsche Jagdverband hat auf seiner Internetseite aktuell die Jagdstatistik für das abgelaufene Jagdjahr 2015/ 2016 veröffentlicht. Demnach haben Jäger im Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 bundesweit mehr als 4,2 Millionen Tiere getötet – im Durchschnitt also mehr als 11.500 Tiere pro Tag.

Nicht inbegriffen sind Hunde, Katzen sowie einige Vogelarten wie z. B. Rabenvögel, von denen insgesamt mehrere hunderttausend Tiere den Jägern zum Opfer gefallen sein dürften. Die Weidmänner töten dabei vornehmlich im Rahmen einer „Freizeitbeschäftigung“, denn eine Notwendigkeit für die massenhafte Verfolgung von Wildtieren besteht nicht. Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht das Jagen unermessliches Leid – jedes Jahr werden zahlreiche Tiere durch Fehlschüsse getroffen oder in Fallen regelrecht zerquetscht und sterben einen langsamen und qualvollen Tod. Zudem werden jedes Jahr auch immer wieder Menschen durch Jagdwaffen verletzt oder getötet. PETA setzt sich daher für ein Ende der Hobbyjagd in Deutschland ein.

Foto: (c) Clipdealer

Die Expertin zum Thema

„Millionen Tiere sterben jedes Jahr, nur weil ein paar abgestumpfte Menschen Spaß am Töten haben“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Die Politik muss endlich handeln und dem blutigen Hobby der Jäger ein Ende setzen.“

Über den Un-Sinn der Jagd

Anerkannte Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Wissenschaftler wiesen nach, dass die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt [1]. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass sich die Population der betreffenden Wildtiere in dem Gebiet erhöht. Auch der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.

Prominente Unterstützung erhält die Tierrechtsorganisation von Maja Prinzessin von Hohenzollern, die sich gegen die Jagd und für den Schutz der Wildtiere einsetzt: „Die Jagd ist feige, brutal und absolut sinnlos. Wehrlose Tiere zu erschießen, ist ein Eingriff in die Natur, der uns Menschen nicht zusteht.“

Mehr Informationen

PETA50plus.de/Jagd

Sie möchten nichts mehr von PETA50Plus verpassen? Dann werden Sie unser Fan auf Facebook! Einfach hier clicken: Facebook.com/peta50plus/ 

Sie möchten alles Wichtige über Tiere und unsere Arbeit durch unseren “Tierischen-Rundbrief” erfahren? Dann melden Sie sich jetzt kostenfrei an und erhalten Sie monatlich unseren Newsletter: Hier klicken  

Quelle:

[1] Servanty et al. (2009): Pulsed resources and climate-induced variation in the reproductive traits of wild boar under high hunting pressure. Journal of Animal Ecology. Nr. 78, Issue 6.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen