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10 Tipps für den Umgang mit Mardern

10 Tipps für den Umgang mit Mardern

Sie sind klein, hübsch und flink… und warme Autos mögen sie gerne. PETA50Plus gibt Tipps für den freundlichen Umgang mit Mardern.

10 Tipps für den Umgang mit Mardern: Die schlauen Tiere haben sich als echte Kulturfolger hervorragend an das Leben mit dem Menschen angepasst. Im Siedlungsbereich finden sie alles, was das Marderherz begehrt: genügend Nahrung und Unterschlüpfe.

Damit eine gute Nachbarschaft mit den flinken Wildtieren gelingt, hat Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierrechtsorganisation PETA, einige Tricks für PETA50Plus zusammengestellt.

Die Expertin zum Thema

„Hat sich ein Marder ein kuschliges Plätzchen auf dem Dachboden oder im Auto gesucht, brauchen Haus- oder Autobesitzer keine Angst haben“, so Vanessa Reithinger. „Ein friedliches Miteinander ist gut möglich, denn die Tiere sind lediglich auf der Suche nach einem sicheren und warmen Versteck. ’Marderschäden’ in Haus und Auto lassen sich mit ein paar einfachen Maßnahmen vorbeugen“.

So arrangiert man sich mit dem neuen Nachbarn

Bodenschutz: Wasserdichte Auflagen wie Abdeck- oder Plastikplanen sowie alte Zeltplanen schützen den Boden des Dachbodens vor Urin und Kot.

Dachisolierung schützen: Um zu verhindern, dass sich Marder an Dämmmaterial zu schaffen machen, ist eine Abdeckung der Isolierung ratsam. Das geht zum Beispiel ganz einfach mit Gipskartonplatten.

Unangenehmen Gerüchen vorbeugen: Kotspuren und Speisereste möglichst regelmäßig entfernen, bevor Gerüche entstehen.

Sollte der wilde Gast dennoch nicht willkommen sein, können verschiedene tierfreundliche Maßnahmen seinen Auszug beschleunigen . Am einfachsten ist es, ihm den Zugang zum Haus zu erschweren:

Aufstiegsmöglichkeiten entfernen: Steinmarder sind ausgezeichnete Kletterer. Fassadenbegrünungen, Pflanzengitter, Bäume und Holzverkleidungen dienen den Tieren als bequeme Leiter in den oberen Stock. Sie können entfernt oder etwa durch Metallschellen oder Platten, die den Mardern keinen Halt bieten, blockiert werden.

Schlupflöcher finden und verschließen: Marder passen durch erstaunlich kleine Lücken – es reicht schon ein Loch von 10 Zentimetern Durchmesser. Um den Einstiegsort des wilden Gastes herauszufinden, kann Mehl auf dem Dachboden verstreut werden. Die Fußspuren werden sein Schlupfloch verraten. Dieses kann nach Bedarf mit Brettern, Putz oder anderen Baumaterialien verschlossen werden.

Vergrämung: Oft wird geraten, Marder durch Bodengitter, Ultraschall oder Gerüche zu vertreiben. Die Tiere sind sehr schlau und begreifen schnell, dass von diesen Dingen keine Gefahr ausgeht. Hier ist Abwechslung gefragt, um den Überraschungseffekt zu erhalten.
Werden Maßnahmen getroffen um Marder auszusperren, muss natürlich sichergestellt sein, dass sich kein Tier mehr innerhalb des Hauses befindet. Im Frühjahr sollten die Wildtiere übrigens keinesfalls gestört werden, denn es besteht die Gefahr, dass Mütter und Jungtiere voneinander getrennt werden.

Das gelegentliche Zerbeißen der Autokabel ist hauptsächlich auf das ausgeprägte Territorialverhalten der einzelgängerischen Marderrüden zurückzuführen. Besonders anfällig sind Fahrzeuge, die über Nacht in verschiedenen Marderrevieren geparkt werden. Insbesondere Pendler sollten ihr Fahrzeug regelmäßig checken, denn oft bemerken Autofahrer nicht, dass ihr Fahrzeug nachts als Marderunterschlupf dient.

So wird das Auto geschützt

Zugänge versperren: Marder gelangen überwiegend über die Radkästen in den Motorraum. Im Fachhandel sind spezielle Borstenvorhänge oder Bleche erhältlich, mit denen die Zugangsstellen durch einen Monteur verschlossen werden können.

Kabel schützen: Wellrohr aus Hartplastik eignet sich besonders, um Autokabel vor Marderzähnen zu schützen. Die Plastikhüllen sollten von einem Fachmann angebracht werden.

Auto sichern: Das Unterstellen in einer Garage kann verhindern, dass sich Marder im Fahrzeug niederlassen. Sollte sich eines der Tiere dennoch Zugang zum Unterstand verschaffen, hilft es, Mehl auf dem Boden zu verstreuen, um das Schlupfloch über die Fußspuren zu entdecken. Dieses kann nach Bedarf mit Brettern, Putz oder anderen Baumaterialien verschlossen werden. Wichtig: Dabei muss sichergestellt sein, dass das Tier nicht eingesperrt wird.

Marderduft beseitigen: Nach einem Marderschaden sollten Autobesitzer unbedingt eine sorgfältige Unterboden- bzw. Motorwäsche ihres Fahrzeugs durchführen lassen. So lassen sich eventuelle Geruchsspuren des Tieres beseitigen.
PETA weist darauf hin, dass das Fangen oder Töten der Tiere mit Fallen keine Lösung darstellt. In der Regel wird ein frei gewordenes Revier blitzschnell wieder von einem anderen Tier besetzt, das sich an den Duftspuren des Vorgängers orientiert. Zudem sind die bei der Jagd auf Marder eingesetzten Totschlagfallen extrem qualvoll. Vielfach sind die Tiere hierbei nicht sofort tot und leiden über Stunden. Auch Lebendfallen versetzen die gefangenen Wildtiere häufig in Todesangst; sie verletzen sich selbst oder sterben am Stress.

 

 

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